B8 – Spannungsnachweis bei frühen Zeitpunkten

B8 – Spannungsnachweis bei frühen Zeitpunkten

Beitragvon bert.ziems » Do 12. Jul 2012, 17:23

Bei frühen Zeitpunkten ist anstelle der 28 Tagefestigkeit fck eine entsprechend dem Betonalter reduzierte Festigkeit fck(t= Lösen Verankerung) zu verwenden. Diese ergibt sich nach MC90 mit
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Der Fall Sigc > 0.45*fck ist zunächst nicht kritisch für die Standfestigkeit des Bauteiles, aber es ist ein überproportionales Kriechen und damit ein größerer Abbau der Vorspannung zu beachten, was vom Programm aus automatisch erfolgt. Dennoch sollte das als Hinweis auf eine vermeidbare Überbeanspruchung angesehen werden, die einen überproportionalen Abbau der Vorspannung verursacht. Mögliche Maßnahmen sind Abisolierungen der Spannstähle, eine Erhöhung der Betonfestigkeit oder ein späteres Vorspannen. Werden durch besondere technologische Maßnahmen im Betonwerk höhere Frühfestigkeiten als sich nach MC90 ergeben erzielt, kann dies durch eine nutzerdefinierte Vorgabe von fcmj bei der Eingabe der Betonkennwerte berücksichtigt werden.

Im Fall Sigc > 0.6*fck(t) ist ein Versagen nicht auszuschließen, deshalb sind zu dessen Vermeidung bestimmte Maßnahmen vorzusehen, z.B. eine Umbügelung der Druckzone, eine Erhöhung der Betonfestigkeit oder ein späteres Vorspannen. Werden durch besondere technologische Maßnahmen im Betonwerk höhere Frühfestigkeiten als sich nach MC90 ergeben erzielt, kann dies durch eine nutzerdefinierte Vorgabe von fcmj bei der Eingabe der Betonkennwerte berücksichtigt werden.

Beide Nachweise sind nach DIN 1045-1 nicht explizit für den frühen Zeitpunkt gefordert, allerdings aus DIN EN 1992-1-1 bekannt und damit Stand der Technik.

Stichworte: Spannbettbinder, Spannungsnachweis, früher Zeitpunkt
Bert Ziems
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