B11 - Änderungen mit DIN 1992-1-1/NA:2015-12

B11 - Änderungen mit DIN 1992-1-1/NA:2015-12

Beitragvon bert.ziems » Mi 31. Aug 2016, 11:56

Das Auftreten von Schadensfällen waren der Anlass, die pauschale Annahme einer 50%-igen
Zugfestigkeit bei frühem Zwang aus dem nationalen Anhang (NCI zu 7.3.2) zu streichen.
Außerdem wird auf die Unterscheidung zwischen frühem und spätem Zwang und die damit
verbundenen Konsequenzen bei Planung und Ausführung hingewiesen.
Die Voreinstellung im Programm für die speziellen Nachweisvarianten für frühen Zwang ist jetzt
entsprechend einer Empfehlung in /22/ fct,eff = 0,65 fctm.

Nach /21/ gilt beim Nachweis der Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung die im NA für
langsam erhärtende Betone mögliche Abminderung der ermittelten Bewehrung nicht mehr für Gl. 7.1
und den linken Teil von Gl. 7.5.1DE.

Ebenfalls begründet durch Schadensfälle, erfolgt eine verschärfte Einstufung tausalz-beanspruchter
Verkehrsflächen zu den Expositionsklassen XC3, XD1 und XD3. Eine Reduzierung der Betondeckung
um 10 mm durch eine dauerhafte rissüberbrückende Beschichtung für die Expositionsklassen XD
wurde gestrichen. Für alle Ausführungsvarianten tausalz-beanspruchter Verkehrsflächen wird ein
Instandhaltungsplan im Sinne der DAfStb Richtlinie „Schutz und Instandsetzung von Bauteilen“ /23/
gefordert.

/21/ A. Meier: „Der späte Zwang als unterschätzter aber maßgebender Lastfall für die Bemessung“;
Beton- und Stahlbetonbau 3/2015
/22/ Fingerloos, Hegger: „Erläuterungen zur Änderung des deutschen nationalen Anhanges zu
Eurocode 2“; Beton- und Stahlbetonbau 1/2016
/23/ DAfStb Richtlinie „Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen“; Beuth Verlag 2010
Bert Ziems
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